Wie lange wollen wir uns eigentlich noch an mit Drogen vollgepumpten, beinahe-pensionierten Möchtegernsängern oder dahinstöckelnden, tittenlosen Magermodels amüsieren? Irgendwie ist das akzeptable Ausmaß, in das die zahlreichen, billig produzierten und genauso billig in den Fernsehschirm kommenden Castingshows ausarten, seit Monaten überschritten. Bei einer fünften Staffel muss dann doch mal Schluss sein oder? Talente gibt’s ja auch nur begrenzt.
Und die Unterhaltung, die wir haben wollen, kann doch bitte nicht nur aus johlenden Gröhlern und minderjährigen Schönheitspüppis bestehen. Gibt’s nicht irgendjemandem mit ein bisschen mehr Tiefe? Ein schlecht ausgedachtes Schicksal, das nur dazu da ist sensationsgeile Tageszeitungen und noch sensationsgeilere Fans anzulocken, reicht schon lange nicht mehr.
Aber davon verstehen die Bohlens und Klums dieser Welt wohl nur wenig. Sich auf den „Pam-Pam-Pam“-D! zu verlassen wäre in etwa dasselbe als sich nach einer Runde schlechten Sex in den Ergüssen des anderen zu wälzen und dabei laut grunzend „Wie war ich?“ zu schreien. Wir sind alle bloß viel zu schlau geworden und nicht mehr so dumm wie früher, daran zu glauben, dass man mit Trällern, Tröten und Tränen Erfolg haben kann.